Der Vorleser
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Produktbeschreibung
Sie ist rätselhaft und viel älter als er... und sie wird seine erste Leidenschaft. Eines Tages ist Hanna (Kate Winslet) spurlos verschwunden. Erst Jahre später trifft Michael (David Kross / Ralph Fiennes) sie wieder - als Angeklagte im Gerichtssaal. Hier erfährt er von ihrem persönlichen Schicksal und von ihrer grausamen Vergangenheit als KZ-Aufseherin. Am Ende wird er sie durch seine nie verloren gegangene
Produktinformation
- Verkaufsrang: #595 in DVD
- Marke: VORLESER,DER
- Erscheinungsdatum: 2009-09-04
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
- Formate: Dolby, PAL
- Anzahl Disks: 1
- Länge: 119 Minuten
Features
- Medium: DVD
- Jahr: 2008
- Regie: Stephen Daldry
- Laufzeit: ca. 119 Minuten
- Label: Senator Home Entertainment
Beschreibung
Movieman.de
Schon die in 40 Sprachen übersetzt literarische Vorlage von Bernhard Schlink war ein internationaler Bestseller. Unter dieser und der Voraussetzung, dass sich ein sehr erfahrenes Produktionsteam zusammen fand, konnte mit der Verfilmung eigentlich nicht viel schief gehen. Allein Schulklassen dürften die Kinosäle zur Hälfte füllen. Kate Winslet ("Heavenly Creatures", "Titanic", "Iris") und Ralph Fiennes ("Der englische Patient", "Spider", "Der ewige Gärtner") sind ebenso Publikumsmagneten und Garanten für anspruchsvolles Kino wie es die, mittlerweile über Deutschland hinaus bekannten, überwiegend deutschen Darsteller des Filmes (u. a. Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara und Karoline Herfurth) sind. Allen voran überzeugen vor allem eine phantastisch mutig spielende Kate Winslet, und der gerade mal volljährige David Kross, der schon durch "Knallhart" und "Krabat" von seinem Talent überzeugen konnte. "Der Vorleser" ist eine tiefgründige Geschichte, die von Regisseur Stephen Daldry ("Billy Elliot - I Will Dance", "The Hours") mit reichlich Feingespür umgesetzt wurde. Nicht nur die Perspektive ist interessant, sondern auch der Fakt, dass es Daldry hervorragend gelingt, einen emotionsreichen Film über mehrere Generationen abzulegen, der bewusst kein pures Holocaust-Drama ist oder sein will. Im Zentrum stehen einerseits die altbekannte Schuldfrage, andererseits aber auch die Problematiken, mit denen die Nachkriegsgeneration leben muss. Beispielsweise die Frage, ob der das Grauen vor den Taten der eigenen Eltern von den Kindern hingenommen oder hinterfragt werden sollte. "Der Vorleser" ist kein leicht zu verdauender Film, denn er stellt sich moralisch wie juristisch schwierigen Fragen. Dennoch ist er auch ein zarter und gleichermaßen leidenschaftlicher Film, der mit großer Eindringlichkeit zeigt, wie tief und weit Liebe gehen kann. Die Produktion nutzt eine elegante Inszenierungsweise und sehr wirkungsvolle Bilder. Trotz der nicht ganz unkompliziert ineinander verschlungenen Zeitebenen, gelingt es Daldry dramaturgisch schlüssig und mitreißend zu erzählen. Neben der Liebesgeschichte des jungen Michael Berg (David Kross) fasziniert vor allem die Bindung des alten Protagonisten (Ralph Fiennes) an die, in Haft sitzende Liebe seines Lebens. Nur über das Medium der Audiokassette und über weltbewegende Literatur wird hier berührend vermittelt. Da der Film in Englisch gedreht wurde, ergeben sich in der Originalfassung leicht verwirrende Sprachprobleme durch die unterschiedlichen Akzente der überwiegend deutschen Schauspieler. In der deutschen Fassung stellt dies kein Problem dar. Dennoch verwirrt, dass sämtliche Bücher und Handschriften des in Deutschland spielenden Films in Englisch vorliegen. Hier hätte man etwas geschickter vorgehen und dem englischsprachigen Publikum einen Tick mehr Imaginationsgabe abverlangen können. Wie dem auch sei, "Der Vorleser" hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck und hätte mit Sicherheit auch die, noch vor Fertigstellung des Filmes verstorbenen Produzenten, Sydney Pollack und Anthony Minghella, mit Stolz erfüllt.Fazit Ein ganz schön starkes Stück!
Moviemans Kommentar zur DVD: Das sehr stabile Bild und der dialogstarke Ton setzen die Vorzüge diese Ausnahmefilmes sehr schön in Szene. Das Vorliegen einer Tonspur für Blinde und die Menge an sinn bringenden Extras runden die gelungene Special Edition ab.
Bild: Die schon brutale Schärfe und Kontrast zeigen noch Details von Wänden und Mauern, selbst wenn diese weit weg von der Kamera entfernt sind und es zugleich noch dunkel ist. Dabei entwickelt der Bildlauf eine Ruhe, die mustergültig zu nennen ist. An wenigen Stellen kommt es zu leichtem Grieseln, vorangig in Tateinheit mit stehenden Rauschmustern. Bevorzugte Objekte dafür sind große dunkelgraue Wände. Die Farbsättigung wurde mit großer Sorgfalt gewählt und zeigt ein gelegentlich etwas zu nüchternes Farbenspiel.
Ton: Der kraftvolle, aber doch etwas zu weit nach vorn angelegte 5.1-Ton ist sehr facettenreich. Geboten wird eine Vielzahl kleiner, nur im Hintergrund agierende Umweltatmo, wie quäkende Vögel oder Fahrzeuge in Seitenstraßen. In der Musik steckt die eigentliche Dynamik, die dem Bass stellenweise zu einigem, gegenüber dem eigentlichen Filmton sogar dominantes Eigenleben verhilft. Die Dialoge sind in der deutschen Fassung sehr gut zu verstehen und nutzen auch einen gehörigen Teil des stimmlichen Volumens aus. Die englische Fassung liegt nur unwesentlich dahinter.
Extras: Für die vorzügliche Hörfilmfassung für Sehgeschädigte gibt es einen Extrapunkt. Immer noch wird viel zu selten Gebrauch davon gemacht. Die Extraszenen sind nett, aber haben auch zu Recht nicht den Weg in den Film gefunden. Sehr schön ist das Making of anzuschauen, dass sich mit der Umsetzung der Buchvorlage auseinandersetzt. Kate Winslet kommt in einer Featurette über die Kunst des Alterns zu Wort. Insgesamt ein sehr umfangreiches Bonuspaket mit sinnvollen Inhalten. --movieman.de
VideoMarkt
Der 15-jährige Schüler Michael lernt auf seinem Nachhauseweg die 20 Jahre ältere Schaffnerin Hanna kennen. Er besucht sie und es entwickelt sich eine ritualisierte erotische Beziehung: Vor dem Sex muss Michael ihr immer vorlesen. Michael, mittlerweile Student, begegnet ihr viele Jahre später wieder - sie sitzt auf der Anklagebank und muss sich als ehemalige KZ-Aufseherin verantworten. Damals schon hat die Analphabetin die Insassen für ihre literarischen Interessen benutzt. Nun stellt sich die Frage nach ihrer Schuld an einer Tragödie.
Video.de
Jahre musste man auf die Verfilmung von Bernhard Schlinks Weltbestseller warten, die von Stephen Daldry ("The Hours") mit einem Höchstmaß an technischer Finesse realisiert wurde. Der Film überzeugt mit der Besetzung durch die mit dem Oscar prämierten Kate Winslet (die kurz vor Drehstart die schwangere Nicole Kidman ersetzte) und Ralph Fiennes, wobei die eigentliche Entdeckung David Kross ("Krabat") ist. Ein Stoff, der sich mit der Verarbeitung von Schuld und Vergebung beschäftigt und im Kino ein Sensationserfolg war.
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Solide Buchverfilmung mit Längen
Von the dying poet
Der 16 jährige Michael Berg beginnt eine Affäre mit der 35 jährigen Hanna Schmitz. Im Verlauf des Films der in drei Zeitebenen eingeteilt ist, erfährt Michael bei einem Gerichtsprozess, dass Hanna eine ehemalige SS- Wärterin ist.
Plötzlich sind für ihn Themen wie "Schuld, Sühne, Absolution", die eine ganze Nation heute noch bewegen recht greifbar und persönlich. Muss er doch eine Frau verurteilen, die er einst geliebt hat. Der Grad zwischen Moral und Gesetz ist schmal. Der Unterschied zwischen Verständnis und Verstehen ist kaum zu erkennen.
Mit großer Spannung hab ich die Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher erwartet.
Bernhard Schlinks Vorleser beginnt als Liebesgeschichte, die man als Parabel bzw. Metapher für die letzten zwei drittel der Geschichte nehmen kann.
Das sexuelle Erwachen eines Kindes als Symbol des erwachenden Schuldbewusstseins eines Volkes?
Analphabetismus als Symbol der Unmündigkeit?
Der Roman ist eine relativ komplexe und metaphorische Vorlage, die das Thema "Schuld" ausführlich aber nicht absolut behandelt.
Positiv ist, dass es trotz des ernsten Themas sehr "menschelt". Die Geschichte selbst um den Protagonisten ist sehr ergreifend und scheut auch nicht davor unterhaltend zu sein.
Man kann den Film auch "nur" als ruhiges Drama sehen.
Die Umsetzung als Film war von vornherein schwierig, da der Roman aus der Ich- Perspektive erzählt wird und es sich um einen sehr reflektierenden Erzähler handelt. Ständig gibt es (Selbst)Analysierende Abschnitte, die sprachlich sehr dicht sind. Da der Film keine Off- Stimme benutzt, bleibt der Film vieles schuldig. Die Bilder allein schaffen nicht, die Stärken der Vorlage auszudrücken. Dafür handelt Regisseur Daldry den Film zu konventionell ab.
Größtes Manko der Umsetzung ist daher, dass der Protagonist zu konturlos bleibt. Dabei ist dem Zuschauer doch gerade sein Urteil, seine Sichtweise wichtig. Leider versagt der Film hier und nimmt dem Film damit die Tiefgründigkeit des Buches. Im Buch wird das Thema "Schuld" auf eine ganz persönliche Ebene gebracht und durch die Augen des Erzählers gesehen. Der Film behandelt das Thema eher allgemein und macht sich dadurch angreifbar.
Das und einige unmotiviert anmutende Einschübe wie der Besuch im KZ (der wie ein Fremdkörper im Film wirkt) oder die etwas kitschige Metapher der Teedose am Schluss lassen einen leicht bitteren Nachgeschmack. Man hat den Eindruck auch hier geistert der Hollywood- Postkartenholocaust und verordnete Betroffenheit durch die Produktion.
Auch wenn ich zunächst überhaupt nicht mit Kate Winslet einverstanden war als Hanna Schmitz, so hat der Film mich eines besseren belehrt. Sie hat ihren Oscar wirklich verdient. David Kross steht ihr in nichts nach. Der Film ist bis in die Nebenrollen mit Ralph Fiennes, Lena Olin und Bruno Ganz hervorragend besetzt.
Ich hätte mir gewünscht der Film hätte sich für die erste Zeitebene, die Liebesgeschichte mehr Zeit genommen. Hätte Michael ausführlicher in seiner Umgebung gezeigt und nicht nur mit Hanna. Dennoch hat der Film hier seine großen Stärken, wenn er die Beziehung zwischen den beiden beinahe Wortlos zeigt.
Der zweite Teil der Gerichtsprozess ist ebenfalls sehr gelungen und beinhaltet die eindringlichste Szene, als Hanna verzweifelt versucht ihre Lebenslüge aufrecht zu erhalten.
Ab dem dritten Teil beginnt der Film zu schwächeln und kann seine Längen nicht mehr verbergen. Hier hätte man einige male die Schere ansetzen können. Dabei fällt auch der dünne Soundtrack auf. Der Film verliert sich in sentimentalem Schweigen und Oberflächlichkeit.
Mit dem Schluss und der Geschichte um Michaels Tochter schießt der Regisseur dann endgültig übers Ziel hinaus. Sicherlich kann ich die gute Absicht und das Generationen- Thema dahinter verstehen, aber das Ende wirkt aufgesetzt und ebenfalls wie ein Fremdkörper.
Der Film versteht zu unterhalten und zum Nachdenken anzuregen (wie immer bei diesem Thema wird sicherlich kontrovers diskutiert werden).
Wenn man die Vorlage kennt bietet der Film zwar kaum neue Sichtweisen auf das Thema, da sich der Film aber dennoch sehr stark am Buch orientiert und die Schauspieler hervorragend agieren, kann ich den Film nur jedem ans Herz legen.
Allein schon wegen Kate Winslets Leistung lohnt es sich den Film anzuschauen.
Ich weiß nicht, ob ein anderer Regisseur der Vorlage oder dem Thema hätte mehr gerecht werden können. Enttäuscht hat mich der Film nicht. Zum Meisterwerk reicht es allerdings auch nicht.
43 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Was hätten Sie denn getan?
Von Idiosynkrasie
fragt Hanna den Richter, als es im Prozess um die Frage der Schuld bei der Selektion von Todgeweihten im KZ geht. Eine Frage die einem ratlos zurück lässt und den Fokus auf die ganzen Facetten und Grautöne von Schuld, Sühne, Recht und Unrecht im Umfeld des Holocaust richtet. Ein absolut sehenswertes Meisterwerk, für alle die sich die Fähigkeit bewahrt haben die Aufmerksamskeitsspanne über 20 Minuten aufrecht erhalten zu können. Eine überaus brillante Kate Winslet, lässt einem teilhaben an der Fähigkeit des Menschen, selbst dann noch ein quasi "normales" Leben zu führen, auch wenn man die tiefsten Abgründe der menschlichen Handelns gesehen und möglicherweise selbt verantwortet hat. Die Gerichtsszene von Kate Winslet ist einer der besten schauspielerischen Leistungen die ich je gesehen habe. Ein erschütternder, leiser und intensiver Film, mit hervorragenden Schauspielern und einfühlsamen Bildern, der einem ausserordentlich nachdenklich werden lässt und den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Bestes Kino jenseits des Hollywood-Mainstreams und des unerträglichen Fernsehmülls der sich allabendlich über einem ergiesst.
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Herausragende Romanverfilmung
Von Mike
Eine Geschichte um das sexuelle Erwachen eines 15-Jährigen und seine erste Liebe zu einer deutlich älteren Frau. Eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Prozess gegen die Aufseherinnen in einem KZ. Und der innere, viele Jahre dauernde Kampf eines erwachsenen Mannes, das Trauma seiner ersten Liebe aufzuarbeiten. All das beinhaltet Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser", der 1995 erschienen ist. International fand Schlinks Werk nicht nur wegen des sprachgewaltigen und präzisen Erzählstils Beachtung, sondern auch wegen des provokativen Inhalts: dem Tabuthema Liebe zu einem Minderjährigen und dem ungewöhnlichen Blick auf die Täter des Holocaust.
Zentrale Figur in "Der Vorleser" ist Michael Berg, aus dessen Blickwinkel der gesamte Roman geschrieben ist. Seine schüchterne Teenagerliebe zu der 36-jährigen Hanna Schmitz wird von Bernhard Schlink sehr poetisch und mit unglaublichem Einfühlungsvermögen in die pubertären Gefühlswirren in wunderschönen Worten geschildert. Über viele Monate hinweg dauert ihre Liebesbeziehung an, bei der Sex eine wesentliche Rolle spielt, und Hanna lässt sich von Michael - quasi als Vorspiel - immer aus Werken der Weltliteratur vorlesen. Doch eines Tages ist Hanna spurlos verschwunden.
Viele Jahre später studiert Michael Jura und belegt ein Seminar, das einen Prozess gegen ehemalige KZ-Aufseherinnen begleitet. Auf der Anklagebank findet er Hanna wieder und im Laufe des Prozesses stellt sich heraus, dass auch im KZ junge Mädchen regelmäßig für Hanna aus Büchern vorlesen mussten. Michael, der seine Liebe zu Hanna und ihr plötzliches Verschwinden nicht überwunden hatte, ist wie traumatisiert. Seine Zerrissenheit zwischen der Erinnerung der ersten Liebe und den Eindrücken aus dem Prozess bestimmen fortan sein ganzes Leben. Und erst sehr spät findet er Erlösung und innere Distanz.
Regisseur Stephen Daldry ("Billy Elliot") brachte den Weltbestseller auf die Kinoleinwand. Und ich bin begeistert! Die Kritiken, die ich bislang zur Verfilmung gelesen habe, gehen sehr streng mit dem Werk ins Gericht und haben so manches daran auszusetzen. Dem kann ich nun so gar nicht zustimmen. Stephen Daldry hält sich - von ganz wenigen filmischen Freiheiten mal abgesehen - konsequent an Schlinks Vorlage. Die einfühlsame Umsetzung der Liebesbeziehung zwischen Michael und Hanna steht an Faszination und Ausdruckskraft dem Roman in nichts nach. Der Gerichtsprozessprozess und die Jahre danach und auch die Darstellung von Michael Bergs Gefühlen erschüttern einen im Film ebenso wie im Buch.
"Der Vorleser" ist bestimmt kein unbeschwertes Popcorn-Kino, aber ein großartiger Film. David Kross und Kate Winslet spielen grandios und zaubern im ersten Teil eine knisternde, erotische Spannung auf die Leinwand. Die außerordentlich freizügigen Sexszenen überraschen für eine US-amerikanische Produktion. Die Amis scheinen sich daran nicht gestoßen zu haben, denn Kate Winslet bekam den Oscar für ihre Darstellung. Der Film war außerdem für 4 weitere Oscars nominiert, für Regie, Drehbuch, Kamera und als bester Film - und das hat er auch wirklich verdient. Umso mehr verwundert das kritische Pressefeedback in Deutschland. Kann es sein, dass sich deutsche Journalisten bemüßigt fühlen, an dem Film einfach etwas Negatives finden zu müssen, um sich bequem von Bernhard Schlinks kontroverser Auseinandersetzung mit der Schuldfrage zur Judenvernichtung distanzieren zu können?